Nach der grössten Stadt Ecuador’s Guayaquil, wo wir Vale’s Mum, Andrea, abgeholt haben, flogen wir in das Naturparadies, die Galapagos Inseln.
Ursprünglich wollten wir keinen Cruise machen, doch als wir von Klassenkameraden der Montañita Spanish School gehört haben, was die für gute Last Minute Angebote auf der Insel bekamen, waren wir der Überzeugung die Inseln mittels Cruise zu erkunden.

Doch es kam alles anders als gedacht… Auf der Insel gab es keine guten Angebote für Cruises. Alle waren viel zu teuer oder die Routen sagten uns überhaupt nicht zu. Wir entschieden uns deshalb dafür, dass wir die Galapagos Inseln mit Tagesausflügen erkunden werden.

Isla Santa Cruz

Unsere Homebase war Puerto Ayora auf der Isla Santa Cruz wo wir insgesamt 5 Nächte verbrachten. Die Insel ist gut erschlossen und die Flughafen-Insel Baltra ist mit einer Fähre (5 Minuten) an Santa Cruz angeschlossen.
Puerto Ayora ist der Grösste Ort der Galapagos Inseln und dementsprechend hat es auch am wenigsten Tiere. Dennoch konnten wir im Hafen und auf dem „Fischmarkt“ die Lobos del Mar aus nächster Nähe anschauen.

Die Restaurants auf der Insel sind verhältnismässig für Ecuador, sehr teuer! Somit assen wir die meisten Mahlzeiten auf dem „Markt“, eine Strasse mit ganz vielen verschiedenen Restaurants. Am Mittag gab’s auch mal ein Tagesmenü mit Suppe. Andrea staunte nicht schlecht, als wir ein Hähnchen Fuss in der Suppe entdeckten. Lecker war die Suppe aber allemal! Zum Abendbrot assen wir oft Pommes und einen Fleischspiess, dass einzig einigermassen günstige Menü.

An einem Tag  fuhren wir mit dem Taxi zur Riesenschildkröten Farm. Der Ausflug war eines unserer Highlights der Galapagos. Die Schildkröten sind so friedlich und es ist einfach beeindruckend wie gigantisch sie sind. Ihre Füsse erinnern ein wenig an die eines Elefanten.

Am späteren Nachmittag nahem wir den einstündigen Spaziergang zur Tortuga Bay auf uns. Der Sand war schneeweiß, doch leider war nicht wirklich viel Strand übrig, denn wir waren genau zur Flut dort.  Auch hatte es enorm viele kleine „Plastikstücke“ angeschwemmt, was wir in dem teuren Nationalpark nicht erwartet haben.

Isla Santa Fe

Unser erster Touren-Ausflug zur Insel Santa Fe war leider ein Flop. Die Insel wäre zwar wirklich schön gewesen und die Sonne hat sich gezeigt, jedoch war der „Schrottkahn“ mega klein und mit 10 Passagieren überladen. Auf der Überfahrt wurden wir klitschnass und froren uns einen ab, weshalb wir am nächsten Tag auch alle erkältet waren. Auf die Isla Santa Fe, durften wir leider nicht, jedoch sahen wir beim Schnorcheln den ersten Lobo del Mar unter Wasser.

Zum Mittagessen gab’s Ceviche, ein Peruanisches Gericht mit Reis und Rohem Fisch in Limettensaft. Es war köstlich, doch leider ging Valé leer aus, weil sie allergisch auf Meeresfrüchte ist.

Auf der Rückfahrt machten wir einen Stop an einem kleinen Strand auf Santa Cruz, welcher wirklich traumhaft war. Wir sahen die Marine Iguanas welche sich in der Sonne wärmten. Auf der Fahrt nach Santa Cruz wurden wir nochmals so richtig nass. Eine Welle war sogar so hoch, dass das ganze Boot geflutet wurde und die Kabine des Kapitäns mit guten 30cm Wasser gefüllt war. Schlussendlich waren wir froh als wir durchgefroren aber heil in Santa Cruz ankamen.

Isla Isabella und „Los Tuneles“

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der „Fähre“ (ein Boot, etwas grösser als unser Tourenboot), die 3 Stunden nach Isabella. Im Hotel Tero Real, welches sehr schön war, wurden wir direkt zum Tourenbüro weiter geschickt, wo wir bereits erwartet wurden. Als jeder einen Neoprenanzug erhalten hatte, fuhren wir mit einem super Tourguide zum Hafen. Dort sahen wir ganz viele Lobos der Mar, Iguanas, Rochen und auch Pinguine welche im Wasser schwammen. Für uns wurde klar, die grösste Insel der Galapagos, welche aber viel weniger besiedelt ist als Santa Cruz, ist viel mehr ein Naturparadies! Der Ausflug zu den „Tuneles“ war ein Hit! Der Tourguide war richtig interessiert und begeistert von der Natur und den Tieren. Beim Schnorcheln sahen wir mindestens 15 Wasserschildkröten, welche alle riesig waren. Wir sahen jede Menge verschiedene Rochen. Ein Pinguin ist neben uns ins Wasser gesprungen und wir sichteten ungelogen 10-20 Riffhaie in einer Höhle. Die Haie waren ziemlich gross und fett.  Zum krönenden Abschluss des Schnorcheln sahen wir sogar noch 2 Seepferdchen :).

Zu Valerie’s Glück gab’s zum Mittagessen Reis mit Meeresfrüchten. Der Tourguide war aber so nett und hat ihr vom Nachbars-boot ein Thunfischsandwich besorgt.

Nach einer kleinen Pause fuhren wir vorbei an Felsen mit Pinguinen und Lobos zu einer Stelle wo wir aussteigen konnten und die Blaufusstölpel aus nächster Nähe beobachten konnten. Wir sahen auch eine Lobo-mutter welche ihr kleines Stillte, herzzerreißend.

Am nächsten Tag stand eine Vulkantour zum Vulkan Negro auf dem Programm. Hört sich wirklich schön an, wars aber überhaupt nicht. Es regnete fast Non-stop, weshalb der Weg sowas von schlammig war. Wer schon mal an einem Openair im Regen war, kann sich’s etwa vorstellen. Dennoch war die Landschaft schön, wenn aber etwas eintönig. Den Krater mit 8km Durchmesser konnten wir wegen des schlechten Wetters nur erahnen. Auf dem Rückweg sind wir alle mindestens einmal im Schlamm ausgerutscht und waren fast von Kopf bis Fuss verschmiert und bis auf die Unterwäsche durchnässt.

Da wir für den nächsten Tag keine Tour gebucht hatten und weil uns die Isla Isabella so viel besser gefallen hat, als Santa Cruz, entschlossen wir uns noch eine weitere Nacht im Tero Real zu bleiben. Am nächsten Tag schlenderten wir dem Strand entlang und besuchten die Flamingos und eine Schildkröten-Aufzucht-Station.

Als wir am Abend mit der „Fähre“ zurück nach Santa Cruz mussten, waren wir absichtlich fast 2 Stunden vorher am Pier. Als wir uns eine halbe Stunde vor Abfahrt bei der „Organisatorin“ meldeten, sagte Sie wir sollen auf dem Steg warten. Gesagt getan, aber als dann alle Leute auf die Boote verteilt wurden, wurden wir ungeduldig und ich fragte die Gute nochmals. Sie erwiderte wir müssen uns noch ein wenig gedulden. Ok, aber als dann fast alle anderen Leute weg waren wurden wir definitiv nervös und fragten nochmals nach. Sie hatte uns vergessen!!! Super, in aller Ruhe wartete Sie mit uns auf ein Wassertaxi welches uns raus zum Boot bringen sollte. Als wir auf dem Wasser waren, war unser Boot natürlich längst weg. Also klapperten wir ein Boot am andern ab, doch alle waren voll. Das letzte Boot, dass den Hafen verliess hatte noch Platz, doch der Kapitän wollte von uns nochmals 90$. Mit unserem brüchigen Spanisch diskutierten wir hin und her und bettelten um einen Platz. Schlussendlich hat es geklappt, dass Boot einer anderen Company nahm uns mit zurück nach Santa Cruz, was für ein Glück!

San Cristobal & Kicker Rock

An unserem letzen Tag, machten wir einen Ausflug auf die Insel San Cristobal. Mit der Fähre im Hafen angekommen, wartete unser Tourguide schon mit unseren Neopren- Anzügen. Als wir mit dem Tourboot den Hafen verlassen haben, streikte der eine Motor. Nach einer guten halben Stunde konnte der Kapitän alles reparieren und die Fahrt ging weiter.

1. Stop war ein kleiner, einsamer Strand. Wunderschön und im Wasser schnorchelten wir mit Iguanas, Schildkröten und Lobos. Nach dem Mittagessen (Reis mit paniertem Fisch) bekamen wir sogar einen Pudding zum Dessert.

2. Stopp war der „Kicker Rock“, ein gigantischer Fels der aus dem Wasser ragte. Wieder war schnorcheln angesagt. Das Wasser war sehr tief und wir sahen nur blau, aber es wimmelte nur so von Meeresbewohner. Beim runtertauchen durchbrach man einen Teppich voller Fische und plötzlich hatten wir einen Haifisch vor der Nase. Überall waren Haifische und Schildkröten und ab und zu schwamm auch noch ein Lobo an uns vorbei. Weit unten sahen wir sogar eine ca. 3-4m breiten Manta Ray, sehr eindrücklich!
Der Fels hatte zwei durchgehende Spalten, bei denen wir durch-schnorcheln konnten, absolut fantastisch!

Gegen 3 Uhr war die Tour vorbei und noch am selben Tag fuhren wir mit der „Fähre“ die 3h zurück nach Santa Cruz.

Nach einer guten Woche verliessen wir die Galapagos wieder und flogen zurück nach Guayaquil.

Getaucht haben wir übrigens nicht, weil die Tauchgebiete auf den Galapagos aufgrund der starken Strömungen, nur für Erfahrene Taucher geeignet sind. Dies war aber halb so schlimm, denn alleine beim schnorcheln sieht man enorm viel!

Fest steht, die Unterwasserwelt der Galapagos Inseln ist einzigartig schön. Sehr viele Fische und vor allem auch viele, viele Grossfische. Die Unterwasserwelt ist aber komplett anders als wir es von anderen Orten kennen, da es nirgends Riff hat.

Die Vulkanlandschaft und die Landschaften der verschiedenen Inseln fanden wir eher etwas öde :). Jedoch haben wir einige traumhafte Strände besuchen dürfen. Wir hatten etwas Pech mit dem Wetter und die Sonne zeigte sich leider nicht so oft und somit war die Landschaft vielleicht auch etwas weniger hübsch.

Im Allgemeinen fanden wir die Galapagos Inseln überteuert. Für alles zahlt man viel mehr als auf den Festland und kriegt nicht mehr dafür geboten. Dies zieht sich durch, von den Restaurants zu den Hotels bis zu den Touren was wir z.T. etwas unbefriedigend und schon fast ein bisschen „abzockermässig“ empfanden. Der Eintritt auf die Insel ist alleine 100 Dollar pro Person. Anschliessend kostet jede Tour mindestens 100$ und ein einwöchiger Cruise kostet schnell ein paar Tausend Dollar. Die Preis-Leistung auf den Galapagos fanden wir grundsätzlich schlecht.

Dennoch waren die Galapagos ein einzigartiges Erlebnis, denn nur an wenig anderen Orten der Welt kann man noch die riesigen Landesschildkröten sehen oder mit Lobos del Mar schwimmen.

Für uns steht fest, die Galapagos waren ein „once in a life“ Erlebnis und wir werden diese teuren Inseln wahrscheinlich nicht nochmals besuchen.

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Autor bei Globetourists
Wir sind Vale & Tobi und zusammen reisen wir seit dem 4. November 2014 für 13 Monate um die Welt. Immer mit dabei, unsere GoPro Hero 3+ und die Samsung NX3000 mit der wir dich auf dem laufenden halten. Auf Globetourists.ch findest du Inspiration zu Reiszielen & weitere praktische Tipps.
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One thought on “Galapagos Inseln [Fotos]

  1. Valerie, lieber Tobias. Herzlichen Dank, Ihr habt Euch ja mächtig angestrengt. So Viele wunderschöne und interesante Foti. Hat mich sehr gefreut. Alles Gute Bleibt gesund und munter.
    Liebe Grüsse von Eurer Zürioma.

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