Anfang April 2015 starteten wir für knapp 3 Monate (81 Tage), einen Roadtrip durch Australien. Insgesamt fuhren wir 15’995 Kilometer durch Down Under, haben viel erlebt und natürlich auch einiges an Geld ausgegeben. 

In der Beitragsserie „No Money, No Honey“, zeigen wir dir wie üblich wie hoch unsere Reisekosten für Australien waren. Der Aktuelle Wechselkurs zur Zeit unseres Aufenthaltes war 1 CHF = 0.75 AUD.

In der folgenden Auflistung siehst du wie wir gelebt haben:

Essen & Trinken

Meistens 3 Mahlzeiten, fast immer selbst gekocht, selten im Restaurant, ab und zu FastFood wie z.B. Pizza, gerne ein Bier oder ein Glas Wein, meistens Wasser getrunken, ab und zu Süssgetränke, oft Süssigkeiten wie Schokolade oder Kekse, ab und zu ein Cappuccino

Übernachtungen

1x im Hostel, ansonsten immer im Camper-van: Selten auf Campingplätzen, meistens (85%) frei campiert

Transport

1x mit Uber-Taxi (Flughafen), 1x mit Taxi, in Städten manchmal mit ÖV, ansonsten mit gemietetem Campervan inkl. Parkgebühren, Benzin usw.

Ausflüge & Eintritte

Fraser Island mit 4×4 auf eigene Faust, Segeltörn Whitsundays, Tauchsafari Great Barrier Reef, Eintritt Uluru Nationalpark, Krokodil-tour Daintree-Rainforest und ansonsten viele, viele gratis Attraktionen (Links)

Sonstiges

Wäsche waschen, Shopping, Duschen, Sim-Karte & Mobile Daten, Frisör, Toilettenartikel, Sonnencreme, Moskitospray, GPS fürs Auto, Campingzubehör wie Gas, Teller, Kerzen usw.

Unsere Route durch Australien

Unser Roadtrip begann in Sydney und endete nach 15’995km in Melbourne!

Route Australien

Unsere Ausgaben im Überblick

Die folgenden Kosten beinhalten ausschliesslich die Ausgaben/Reisekosten innerhalb Australiens für 81 Tage (exkl. Hinflug) für 2 Personen.

Essen & Trinken          2245.75 CHF

Übernachtungen          269.90 CHF

Transport                     4656.50 CHF (inkl. Camper-miete, Benzin)

Ausflüge & Eintritte    1032.75 CHF

Sonstiges                        970.25 CHF

Total:                            9175.15 CHF

Im Durchschnitt brauchten wir zu zweit pro Tag 113.30 CHF, beziehungsweise pro Person 56.65 CHF pro Tag.

Die Verpflegung kostete uns durchschnittlich 27.70 CHF pro Tag. Dies macht bei 3 Mahlzeiten täglich 9.25 CHF pro Mahlzeit, für Zwei Personen.

Die Miete für den Apollo Hightop-Campervan kostete uns für 80 Tage, 2832 CHF. Somit bezahlten wir 35.40 CHF pro Tag. Die restlichen 1824.50 CHF gingen für Benzin, Parking, ÖV und Taxi sowie eine Nacht im Hostel drauf.

Übernachten konnten wir in unserem Campervan meistens kostenlos. Von 81 Nächten bezahlten wir nur für Elf. Die Übernachtungen (Campingplatz, Hostel, Nationalpark) kosteten im Durchschnitt 24.50 für zwei Personen.

Reisekosten Australien

Fazit

Australien ist sicherlich ein teures Reiseland, vor allem wenn man „nur“ reisen will. Falls es dir zum „nur“ reisen zu teuer ist, bietet sich ein „Work and Travel Visum“ an. Mit diesem Visum kannst du während einem Jahr in Australien arbeiten und reisen. Um deine Reisekosten niedriger zu halten, kannst du auch WWOOFing machen, dh. arbeiten für Kost & Logie.

Weil wir zu zweit unterwegs waren, konnten wir uns alle Ausgaben teilen. Zum Beispiel einen Campervan, eine Taxifahrt usw. Dadurch waren die Reisekosten im Vergleich zu einem Alleinreisenden geringer.

Unser Fehler war, dass wir statt einen Campervan zu kaufen, einen gemietet haben. Dies war ziemlich teuer und können wir für eine längere Reisen nicht empfehlen.

Sparpotential

Selbstverständlich wäre an einigen Punkten Sparpotential vorhanden:

Essen & Trinken

Wir gaben pro Tag im Durchschnitt 27.70 CHF zu zweit für Verpflegung aus. Damit haben wir uns aber immer leckere drei Mahlzeiten (vom Aufwand her wie Zuhause) gegessen und auch mal einen hochwertigen Wein oder ein kühles Bier getrunken.

Beim Essen könntest du sicherlich noch einiges einsparen wenn du auf Alkohol welcher eher teuer ist verzichtest oder mehr „einfache“ Menüs wie z.B. Spaghetti mit Sauce oder ähnliches kochst. Auch gönnten wir uns auf langen Fahrten gerne eine Packung Gummibärchen oder Kekse auf welche man natürlich auch verzichten könnte.:)

Übernachtungen

Bei den Übernachtungen kamen wir sehr günstig da wir bis auf eine Nacht immer im Campervan geschlafen haben. Dies war meistens umsonst, da wir auf teure Campingplätze wenn immer möglich (zu 85%) verzichten haben.

Klar, du könntest auch immer gratis campieren, jedoch ist es an den einen Orten wie z.B. in Byron Bay schwierig einen gratis Schlafplatz zu finden. Dort müsstest du z.B. für die gratis Übernachtung weit aus der Ortschaft fahren und bräuchtest somit unter anderem mehr Treibstoff.

Transport

Das grösste Sparpotential wäre sicherlich gewesen wenn wir ein Fahrzeug gekauft hätten anstatt eines zu mieten. Wenn du ein gutes Fahrzeug kaufst und es am ende deiner Reise wieder zu einem guten Preis verkaufen kannst, sparst du einiges!

Wir sind in Australien auch viel herumgekommen und gereist und total 15’995km gefahren. Wenn du kleinere Teile des Landes bereist, brauchst du deutlich weniger Benzin und kannst somit auch deine Reisekosten etwas niedriger halten.

Ausflüge & Eintritte

Ausflüge und Eintritte sind in Australien in der Regel relativ teuer. Wir haben uns einige Ausflüge gegönnt, jedoch nicht jeden Mist mitgemacht. Sparen kannst du natürlich wenn du auf diese „teuren“ Ausflüge verzichtest, doch dann verpasst du auch sehenswerte Dinge und so schnell ist man ja auch nicht wieder in Australien!?

Viele schöne oder interessante Sehenswürdigkeiten und coole gratis Attraktionen kannst du auch kostenlos geniessen.

Übrigens: Unsere besten Spartipps für deine Australienreise findest du hier.

Wie hoch waren deine Reisekosten in Australien? Wir freuen uns über deinen Kommentar!


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Autor bei Globetourists
Wir sind Vale & Tobi und zusammen reisen wir seit dem 4. November 2014 für 13 Monate um die Welt. Immer mit dabei, unsere GoPro Hero 3+ und die Samsung NX3000 mit der wir dich auf dem laufenden halten. Auf Globetourists.ch findest du Inspiration zu Reiszielen & weitere praktische Tipps.
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3 thoughts on “Reisekosten Australien

  1. Hallo ihr beiden
    Interessanter Artikel. Auf euer Australien-Budget habe ich schon gewartet. Da wir selber schon seit 97 Tagen in Australien sind, ist ein solche Aufstellung für uns interessant und lehrreich. Zu zwei Punkten möchte ich noch was anmerken.
    1. Auto: Miete vs Kauf
    Der Entscheid ob Kauf oder nicht ist vielschichtiger als nur das Sparpotential bzw. der Verkaufspreis. Beim Kauf hast du keine Garantie, ob das Auto die Reise durchhält, ob du weitere Investitionen (Reparatur, Service, Rego etc.) machen musst und ob du es zum gleichen Preis verkaufen kannst. In eurem Fall hättet ihr z.B. das Auto außerhalb der Saison verkaufen müssen. Zudem kommt der Zeitfaktor für Kauf und Verkauf hinzu, was auch Wochen dauern kann.
    2. Übernachtung
    Nur jede vierte Nacht für eine Übernachtung zahlen finde ich beeindruckend. Würde mich interessieren, wie viele ihr davon auf illegalen Orten gecampt habt (schätzungsweise). Jeder Australien Reisender mit Campervan macht ja ab und an davon Gebrauch ;-). Mich dünkt aber, dass viele Leute – speziell an der Ostküste – sehr dreist dabei vorgehen.

    1. 1. Da müssen wir dir Recht geben. Haben in den USA ein Auto gekauft, mit dem wir nur Probleme hatten und welches wir dann total unter Wert wieder verkaufen mussten, weil eine Reparatur nach der anderen folgte. Wozu man Sagen muss, die Qualität Standards sind in Australien einiges höher als in den USA und auch das Prozedere ein Auto zu kaufen und zu registrieren ist als Ausländer bestimmt einiges Einfacher. Nichts desto Trotz ist es bestimmt ein Risiko, was gut gehen kann, aber halt auch nicht.

      2. Ja das Campen an öffentlichen Orten ist in Australien zu einer Plage geworden, deshalb gibt es mittlerweile auch an vielen Orten Verbotsschilder. In naher Zukunft wird wohl auch noch härter dagegen vorgegangen, da sich viele Backpacker einfach nicht zu verhalten wissen.
      An wie vielen Illegalen Orten wir gecampt haben, kann ich nicht genau sagen, da es in Australien grundsätzlich verboten ist an Öffentlichen Plätzen zu Campen, haben wir wohl ziemlich Oft gegen das Gesetz verstossen, wobei es doch auch sehr viele legale Plätze gibt welche aber an der Ostküste selten vorhanden sind.

      Wie geht es euch in Australien? Wo seit ihr und wie und wo campt ihr so? :)
      Liebe Grüsse aus dem Yosemite Nationalpark, welcher euch sicherlich auch gut gefallen würde.

  2. Also wir haben an der ganzen ostküste eigentlich immer pätzchen gefunden wo es legal, oder zumindest nicht verboten, war zu schlafen. Nur in Byron bay haben wir bezahlt um auf dem parkplatz eines hostels zu schlafen.

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